Wovor ILSAC GF-6 schützt
ILSAC GF-6 ist ein Standard für Benzinmotorenöle, entwickelt vom International Lubricant Standardization and Approval Committee. Sein Schwerpunkt liegt auf Kraftstoffersparnis zusammen mit Motorschutz, einschließlich Beständigkeit gegen Ablagerungen und Verschleiß in modernen Motoren. Öle, die GF-6 erfüllen, sollen diese Vorteile bieten und dabei über ein Ölwechselintervall hinweg beständig bleiben.
Ein bestimmendes Merkmal von GF-6 ist, dass es in zwei Unterkategorien aufgeteilt ist. GF-6A deckt herkömmliche Viskositätsklassen ab und ist weitgehend abwärtskompatibel mit Anwendungen, die das frühere GF-5 verlangt haben. GF-6B ist ein separater Zweig, der speziell für sehr niedrigviskose 0W-16-Öle geschaffen wurde und den Trend zu dünneren Ölen in einigen neueren Motoren widerspiegelt.
Wie es mit der Viskosität und API zusammenhängt
Der GF-6-Standard steht neben der Viskositätsklasse, statt sie zu ersetzen. Die Klasse — etwa 5W-30 oder 0W-16 — beschreibt das Fließverhalten, während GF-6 das Leistungsniveau beschreibt, für das das Öl geprüft wurde. Ein Öl sollte den Standard, den deine Betriebsanleitung aufführt, UND die richtige Klasse erfüllen.
GF-6 ist außerdem darauf ausgelegt, im Gleichschritt mit der aktuellen API-Benzinkategorie wie API SP zu wirken. Aus diesem Grund zeigen viele Produkte sowohl ein ILSAC-Zeichen als auch eine API-Kategorie, da sich die beiden Anforderungssätze überschneiden, aber nicht identisch sind.
Worauf du dich verlassen solltest
Die wichtigste Regel ist, dem zu entsprechen, was deine Betriebsanleitung vorschreibt. Wenn sie 0W-16 verlangt, gilt der Zweig GF-6B; für andere Klassen ist GF-6A der maßgebliche. Da GF-6B an 0W-16 gebunden ist, ist es kein direkter Ersatz für dickere Öle.
Wenn Details unklar sind, behandle die Betriebsanleitung als maßgebliche Quelle sowohl für den Standard als auch für die Klasse, die dein Motor benötigt.