Der einzig wahre Unterschied
Beide Öle haben die gleiche 0-W-Winterleistung, sodass der Durchfluss beim Kaltstart praktisch gleich ist – beide Öle pumpen schnell, wenn der Motor kalt ist. Der bedeutsame Unterschied ist die Heißviskosität. 0W-16 ist bei voller Betriebstemperatur dünner, während 0W-20 einen etwas dickeren Film hält.
0W-16 gehört zu den neueren Typen mit extrem niedriger Viskosität und kommt vor allem in neueren Spar- und Hybridmotoren zum Einsatz, wo das dünnere Öl den inneren Luftwiderstand reduziert und zu einer geringen Kraftstoffeinsparung führen kann. Diese Motoren sind speziell für diese niedrige Viskosität gebaut und verfügen über Abstände und Ölpumpen, die darauf ausgelegt sind. 0W-20 bleibt die gängige Sorte für eine Vielzahl moderner Motoren. Das dünnere Öl stellt nicht automatisch einen Kompromiss beim Schutz dar, wenn der Motor für 0W-16 entwickelt und zugelassen ist.
Welches sollten Sie verwenden?
Verwenden Sie die Klasse, die in Ihrem Benutzerhandbuch für Ihren Motor angegeben ist. Dies ist besonders wichtig bei 0W-16, da dafür ausgelegte Motoren auf das dünnere Öl angewiesen sind; Der Wechsel zu 0W-20 ohne Herstellergenehmigung ist nicht automatisch sicherer und kann dem Design des Motors zuwiderlaufen.
In einigen Handbüchern wird 0W-20 als akzeptables Backup für eine 0W-16-Engine aufgeführt, oft nur für den kurzfristigen Gebrauch oder unter bestimmten Bedingungen. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, befolgen Sie genau die Anweisungen. Wenn nur eine Note aufgeführt ist, verwenden Sie diese. Und denken Sie daran, dass die Viskosität nichts mit der Spezifikation zu tun hat: Welche Sorte Sie auch immer wählen, sie muss dennoch dem Ölstandard oder der in Ihrem Handbuch geforderten Genehmigung entsprechen.